
Wie es dazu kam, dass der Herrenhausgarten im Jahr 2021 zur „knush arena“ wurde
Auf dem Naturgelände der Dr. Werner Sidler Stiftung in Hunziken (Rubigen) hatten in den Jahren 2014 und 2015 die von Greenpeace und anderen Organisationen initiierten Energiewendefestivals stattgefunden. Die damals aufgestellten Zeltbühnen waren viele Jahre zuvor von Clemens Adam, dem späteren Präsident der Dr. Werner Sidler Stiftung, für ein kleines alternatives Festival im Kanton Aargau konstruiert und gebaut worden.



Kein Wunder, bauten Clee (Präsident der DWSS) und Lori (Geschäftsführer) im Jahr 2017…
… in ihrer Freizeit…


.. auch für das Stiftungsgelände in Hunziken…
… eine solche wunderschöne Zeltbühne …


… und dies lange, bevor sich abzeichnete…
… dass die Zeltbühne …


…. dereinst in irgendeinem Zusammenhang …
… mit der benachbarten und weltberühmten Mühle Hunziken zum Einsatz gelangen würde. Weder hatten wir dies auf dem Plan, noch war eine spätere Zusammenarbeit mit der Mühle unsere Motivation.

Anfangs 2021 kam es dann nach mehreren Gesprächen von Chrigu und Lori plötzlich sehr schnell zum Handschlag unter den Nachbarn für eine erste bühne am teich. Zusammen hatten wir alles, was es für ein solches gemeinsames Projekt brauchte und – das war das Wichtigste für uns – uns Spass machte, in unserem Sinne entstand und an die gemeinnützigen Zwecke der Stiftung beitrug.

Weder unsere durch und durch professionellen Nachbarn noch wir selbst wussten im Februar mit Sicherheit, ob wir alles pünktlich auf den Eröffnungsabend der ersten bühne am teich anfangs Juli hinkriegen würden. In unseren Reihen gab es zwar mehrere Leute, die früher massgeblich dazu beigetragen hatten, kleine Openair-Festivals ins Leben zu rufen. Aber eben: früher… Dafür hatten wir Leute, die KVA und Fernwärmeanlagen geplant und gebaut hatten und begnadete Handwerksprofis in unseren Reihen. Das Format bühne am teich war jedoch auch für die Mühle Neuland. Für Tom, den Leiter Technik der Mühle aber definitiv kein Problem.
Wir hatten gegenseitig grosses Vertrauen – und schafften es. In nur vier Monaten.

Im Frühjahr und Frühsommer 2021 verwandelte das Freiwilligennetzwerk von Natur Hunziken ….
… zu dem auch knush …


gehörte, mit viel Herzblut und Schweiss eine hügelige und löchrige Wiese auf dem Gelände der Dr. Werner Sidler Stiftung in die knush arena.
Allen voran war es Ändu (Pingwin Planet Vorstand, Seldwyla-Gitarrist, Vorstand Naturschutzgruppe Hunziken, später Stiftungsrat der Dr. Werner Sidler Stiftung, Vorstand des Vereins KNUSH und und und) …


.. der mit dem kleinen Bagger, den sich jemand ein paar Wochen vorher für Naturprojekte zu Weihnachten geschenkt hatte …
… die gesamte knush Arena umbaggerte.


Wir kauften uns gegen Ende der Baggerarbeiten einen Laser:
Ändu hatte von blossem Auge ein Gelände von einem Meter Niveauunterschied …

Ändu war in seiner „Freizeit“ mehrere Wochen am Baggern. In der Zwischenzeit bauten Clee, Lori und Elin in der Pächterhaus-Werkstatt eine von Clee konstruierte mobile Zuschauertribüne.













Und da musste ja auch noch ein Bühnenboden gebaut werden: Lori kam etwas unter Stress, weil der Lieferant des Materials für den Bühnenboden zuviel versprochen hatte und auch zwei Wochen nach dem vorgesehenen Liefertermin absolut nichts vom Bestellten in der Schweiz an Lager war. Innert zwei Tagen musste er sich einen ganz anderen Bühnenboden einfallen lassen. Nach dem Prototypen einer Bühnenbodenbox gingen Walter und er und später auch Rolf in die Serienproduktion. Lori konstruierte zusätzlich Mini-Zuschauertribünen und baute zusammen mit Rolf das Rollstuhlpodest am Herrenhaus. Und unser FOH-Zelt neben der Tribüne brauchte natürlich auch noch einen Boden… und vieles noch Farbe und Teppich.

















Als wir vernahmen, dass Patent Ochsner spielen würden, der Bühnenboden jedoch zu klein sei, baute das Team Walter in Rekordtempo schon für die erste bühne am teich zusätzliche Elemente des Bühnenbodens. Auf die zweite bühne am teich hin bauten wir noch weitere Elemente, damit wir die gesamte Zeltbühne auf den Bühnenboden stellen konnten. Wir bauten aber nie etwas, das wir nicht auch ohne bühne am teich gebrauchen können.















Unser grösserer selbstgebauter Bühnenboden kam im 2022 und 2023 zum Einsatz. Seit 2024 mietet die Mühle einen höheren Bühnenboden zu (damit die Shows für alle Zuschauenden besser sichtbar sind) und einen breiteren Bühnenaufgang. Aber auch wir Freiwillige kreierten, bauten und baggerten nach dem ersten Sommer weiter (Knushperhäuschen, Sickergräben, Kabelkanäle etc.). Wir sind ein anpackendes, kreierendes, baggerndes und „hölziges“ Völkchen.




















Immer wieder halfen weitere Mitglieder unseres Freiwilligennetzwerks mit, wenn es eine grössere Gruppe brauchte, wie z.B. beim Aussäen und Walzen des neuen „Rasens“ und beim Auf- und beim Abbau der Infrastruktur.
Der Hunziker Kunsthandwerker und Handwerkskünstler Thomas Burkhart (der einige Jahre zuvor schon die Mauer zwischen Herrenhaus und Garten zum Kunstwerk gemacht hatte) schuf für unsere Freiwilligenprojekte einige wunderbare Dinge:







Und so wurde der Herrenhausgarten zwischen Februar und Mitte Juni 2021 zu einem Mehrzweckgelände, zur knush arena. Innert wenigen Wochen machte die Mühle Hunziken dann in unsere knush arena und unserer mobile Infrastruktur hinein ein hochprofessionelles Konzertgelände mit allem Drum und Dran – aber trotzdem noch mit dem Charme des Kleinen, Selbstgemachten.

Und seit da: bühne am teich frei für einen wundervollen ersten Konzertsommer in der knush arena mit Stiller Has, Steff la Cheffe (die im 2014 eine Wiese weiter drüben auch schon am Energiewendefestival aufgetreten war), Patent Ochsner und Campino & Kuddel!





